E-Reader Sprechstunde

Gestern fand in der Stadtbibliothek unsere erste E-Reader Sprechstunde statt.

Achtzehn Kunden und Kundinnen mit unterschiedlichen Problemen, Fragen und (vor allem) Geräten haben sich zusammen gefunden, um von unserem Bibliothekspersonal Hilfe zu erhalten oder auch sich auch einfach mal ein bisschen über E-Books und E-Reader zu informieren.

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Obwohl wir auch während unserer normalen Öffnungszeiten Einzelberatungen zum Thema Onleihe, E-Reader und Einrichtungen anbieten, scheint es ein großes Interesse daran zu geben, noch mehr Sicherheit im Umgang mit den Geräten zu bekommen und auch einfach mal aufkommende Fragen zu beantworten.

Wir schließen daraus: Das war nicht unsere letzte Sprechstunde.

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Lies mal anders: Graphic novel

mlkingethnologinWas sind Graphic novels?

Der Begriff „ graphic novel „ ist nicht hundertprozentig definiert. Übersetzt man den Begriff wortgetreu, so heißt es „grafischer“ oder „Bild-Roman“.

In der graphic novel wird im Unterschied zum Comic eine Geschichte mit Bildern und Texten in epischer Länge und Spannungsaufbau, ähnlich dem eines Romanes, erzählt. Dabei werden gerne geschichtliche oder gesellschaftspolitische Themen aufgegriffen.  Die meisten graphic novel sind daher eher für junge Erwachsene bzw. Erwachsene gedacht.

In der Kreuztaler Stadtbibliothek finden Sie ca. 50 Titel verschiedener graphic novel-Bücher.

Dabei können grob folgende Themenkreise unterschieden werden:

 

Aktuelle Themen:

Beispiel: arabischer-fruhling

„Der Arabische Frühling“ – Diese anspruchsvolle politische Graphic Novel bietet einen Überblick über die Geschehnisse des arabischen Frühlings seit Dezember 2010. Kapitelweise werden die Umbruchssituationen der verschiedenen arabischen Länder mit ihren jeweiligen Hauptakteuren geschildert.

 

Oder:olympia

„Der Traum von Olympia“ –  Die somalische Sprinterin Samia Yusuf Omar will an Olympia in London teilnehmen, aber die muslimischen Fundamentalisten verbieten ihr das Training. Sie will von Somalia via Sudan und Libyen nach Italien fliehen, überlebt jedoch die Bootsfahrt nach Sizilien nicht. Eine wahre und sehr traurige Geschichte.

 

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Gamescom 2016

Die Gamescom ist nun etwas mehr als zwei Wochen her und alle Eindrücke, die unsere anwesenden Mitarbeiter der Bibliothek dort gewinnen konnten, konnten nun verarbeitet werden.

Vorab ein paar Zahlen: Die Gamescom hatte dieses Jahr 877 Aussteller aus 54 Ländern (knapp 10 % mehr als im Vorjahr), auf rund 193.000 m² Ausstellungsfläche. Trotz Aufwendiger Sicherheits- und Präventionsmaßnahmen kamen knapp 350.000 Besucher aus über 90 Ländern zur Gamescom, zehn Prozent davon Fachbesucher.

Als Bibliothek war es uns möglich zusätzlich zur Gamescom auch den Congress zu besuchen, auf dem Jahr für Jahr verschiedene Vorträge zu relevanten Themen gehalten werden. Dieses Jahr wurde dabei in fünf Dachthemen unterteilt:

  • Wissen: Besser Forschen, besser schützen
  • Business: Alltag gestalten, Chancen ergreifen
  • Apits: Das Computerspiel als Multifunktionstool
  • VGBA Summit: Legal A plea on behalf of fun
  • Leben: Endlich angekommen? Games und die Mitte der Gesellschaft.

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Auch wenn auf der Gamescom selbst Augmented Reality in Vordergrund stand, gab es vor allem ein Thema das überall auf dem Congress präsent war: Pokémon GO. Spätestens ab dem zweiten Vortrag war klar: Pokémon GO zu erwähnen gehörte auf dem Congress zum guten Ton; und man hat dabei sogar noch etwas gelernt.

  • Es gibt 7,1 Millionen Pokémon GO Spieler in Deutschland
  • 60% dieser Spieler sind über 18
  • Pokémon GO erlaubt es den Jugendlichen sowohl Mobil als auch Online zu sein, was als positiv betrachtet werden kann

Das 60% aller Pokémon GO Spieler über 18 sind mag hier seltsam erscheinen, man muss sich allerdings im Klaren sein, dass die ersten Pokémon Editionen in den 90ern veröffentlicht wurden, und von Kindern und Jugendlichen damals gespielt wurden, die heutzutage dann natürlich erwachsen und immer noch an der Thematik interessiert sind. Wie ausgeprägt das dann natürlich ist, muss jede Person für sich selbst rausfinden.

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Sechs Wochen lang: Der „Junior-Lese-Club“

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Wie man Kinder für Bücher begeistert

Während der  Sommerferien hatten alle Kinder im Grundschulalter die Möglichkeit, am „Junior-Lese-Club“ Teil zu nehmeP1010762n.

Die Resonanz war groß, denn über 90 Kinder meldeten sich an. Mit „Lese-Logbuch“ zum Aufschreiben der gelesenen Bücher  und einer „Junior-Lese-Clubkarte“ ausgerüstet ging es dann los: aus dem großen (!) P1010760Bestand an altersgemäßen Kinderbüchern der Bibliothek suchten die Kinder sich interessante Lektüre heraus.

P1010750Um das Beleg-Stempelchen für ein gelesenes Buch im Leselogbuch zu erhalten musste eine, je nach Temperament des Kindes, ziemlich große Hürde genommen werden: Der Inhalt des gelesenen Buches wurde einer Bibliothekskollegin (mehr oder weniger :-)) kurz erzählt. Hut ab vor den erzählerischen Qualitäten so mancher Kinder! Und Hut ab vor der Geduld jener Bibliothekskollegin, die hintereinander weg fünf Buch-Inhaltsangaben eines (!) Kindes lauschen durfte. Klar, dass hier das Geschenk für das Kind ein bisschen größer ausfiel…

Und auch klar, mit GeschenkeP1010754n erreicht man natürlich eine Menge!  Und ein Geschenk gab es zusammen mit der „Junior-Lese-Club-Urkunde“ nach mindestens drei gelesenen Büchern als Ansporn und Belohnung.  Die Urkunde gab’s nur ein Mal, ein Geschenk  jedoch immer nach jeweils drei  bis vier gelesenen Büchern.

Zum Ende der Ferien war der Geschenkevorrat dann deutlich geschrumpft  – aber da sind ja jetzt wieder einige Monate Zeit, um sich neu zu bevorraten.

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Zum krönenden Abschluss gab es die Lese-Club-Abschlussparty mit großer Zaubershow für alle Kinder, die sich im Laufe der Ferien angemeldet hatten. Und wie das manchmal so ist: War das Wetter während der Ferienzeit doch eher durchwachsen, zeigte es sich am Tag der Abschlussparty von seiner besten Seite. Sonne, blauer Himmel und Hitze, absolutes Freibadwetter also, ließen uns bis Veranstaltungsbeginn zittern, ob die Party steigen kann oder nicht.

Aber auf unsere treuen Lesekinder ist Verlass: Über 30 Kinder und einige Eltern fanden trotz allem den Weg in unseren Veranstaltungsraum. Und es hat sich gelohnt!

Zwei Stunden lang zauberte Thorsten Rosenthal auf der Bühne für die Kinder und begeisterte nicht nur diese. Besonders der Trick mit dem fliegenden Tisch war auch für Erwachsene mehr als beeindruckend!ydsg

Zwischen den Shows durfte, wer sich traute, in die „Grusel-Fühl-Box“ greifen und ein kleines Geschenk herausfischen. Zudem zauberte Thorsten Rosenthal aus Luftballons verschiedene „Tiere“. Ein wunderbarer gelber Luftballonpudel liegt nun, „bis die Luft raus ist“, auf der Verbuchungstheke als Erinnerung an eine richtig gute Zaubershow.

Ein kaltes Buffett darf natürlich bei keiner Party fehlen, so dass das ein oder andere Kind wahrscheinlich abends mit Bauchschmerzen nach Hause kam. Denn mit einem Brötchen in der einen Hand, einer Frikadelle in der anderen und an jedem Finger einen Haribo-Schnuller hatten sich Einige schon eine gute Grundversorgung gesichert.

Und nebenbei: Fanta schlug Apfelsaftschorle und Trollis und Haribos die Kekse um Längen. Aber hey, die Kinder haben schließlich etwas geleistet! Da darf es dann schon mal ein bisschen mehr sein…

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Keine Frage, der JLC muss nächstes Jahr wieder stattfinden!

 

 

 

 

 

Vorlesen und Leseförderung mit Onilo®

Erfreulicherweise verfügen wir seit dem Umzug über einen 66“ großen Bildschirm. Dazu haben wir mit Mitteln des Landes NRW eine Onilo-Lizenz gekauft. Damit stehen uns sogenannte „Board-Stories“ zur Verfügung. Das sind animierte Bilderbücher. Man kann sie mit oder ohne Text ablaufen lassen. Da sieht man z.B., wie Dietls Olchis Matschknödel werfen, wie die Lieve Baetens kleine Hexe auf ihrem Teppich fliegt und viele Einzelheiten mehr.

Diese Art der Präsentation bietet sich an, wenn man einer Gruppe von Kindern ein Bilderbuch vorlesen möchte. Durch den großen Bildschirm können alle gut sehen. Es empfiehlt sich, bei Vorschulkindern den Text auszublenden und die Bilder manuell zu steuern, dann kann man zwischendurch viele Fragen stellen und sich auf das Tempo der Kinder einlassen.

Es gibt auch interaktive Funktionen, Sie können z.B. Aufgaben einfügen. Auf diese Weise betreiben Sie gezielt Leseförderung für Grundschulkinder. Viele Bücher liegen auch in englisch vor. Einzelne, wie das Buch von Kirsten Boie „Bestimmt wird alles gut“ auch auf arabisch. Einige Titel gibt es auch in türkischer Sprache.

Wir können auch „Leseagebücher“ zur Verfügung stellen. Alternativ kann man sie auf dem Portal auch herunterladen.

In unserem Online-Katalog finden Sie unter dem Stichwort „Onilo“ die Titel, die bei uns als Buch verfügbar und gleichzeitig im Onilo Pool vorhanden sind.

 

Neugierig geworden?

Gerne präsentieren wir Eltern, ErzieherInnen und LehrerInnen die vielfältigen Möglichkeiten bei einer kleinen Präsentation. Sprechen Sie uns an!

Lesewettbewerb in der Sankt Martin Grundschule Kreuztal

Es ist tatsächlich schon wieder zwei Wochen her, da waren wir zum Vorlesewettbewerb in der Sankt Martin Grundschule eingeladen. Eine ganze Woche lang beschäftigt sich dort die ganze Schule mit dem Thema Lesen und der Vorlesewettbewerb ist ein Teil davon.vorlesewettbewerb

In der Jury zu sitzen hat wieder viel Spaß gemacht: Wegen der netten anderen Jurymitglieder, wegen der tollen Bewirtung aber vor allem wegen der Kinder von Klasse 1 bis 4, die zum Teil sehr aufgeregt, zum Teil aber auch recht selbstbewusst jeweils einen Pflicht- und einen Wunschtext präsentierten.

Und eines wurde wieder klar: Lesen ist nicht leicht! Aber Übung hilft. Aber bei Wörtern wie „italienisch“ hatten alle! Zweitklässler ihre Probleme, wollten sie doch immer – regelkonform „italiiiiiienisch“ lesen. Und „Herr Edgar“ aus dem Pflichttext „Herr Bello und das blaue Wunder“ wollte manchem Kind auch gar nicht leicht über die Lippen gehen.

Schön auch zu erkennen, dass die Wunschtexte der Kinder meist auch bei uns in der Bibliothek zu finden sind: Also Kinder, wenn auch ihr „Ronja Räubertochter“, „Räuber Hotzenplotz“, die „Olchis“ oder auch „Rocco Randale“ lesen wollt, kommt zu uns.

Und liebe Eltern: Bitte lesen Sie weiter vor, auch wenn die Kinder schon selbst lesen lernen oder lesen können.

Das Leben einer Praktikantin in der Stadtbibliothek Kreuztal

Von Sophie T.

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Hinter den Kulissen spielt sich mehr ab als nur die Ausleihe und Rückgabe von Büchern, CDs, DVDs und vielem mehr. Um die Gestaltung und das Aufrechterhalten der Bibliothek muss gesorgt sein!

Dazu gehört, Medien an ihren Stammplatz zurückzubringen, sich um sie zu kümmern und sie am Leben zu erhalten. Altes muss raus und Neues muss her, sodass immer genug Futter für die Leser vorhanden ist.

Ebenso müssen je nach bevorstehendem Anlass die Regale passend geschmückt sein.

Der Valentinstag steht vor der Tür. Fleißig habe ich daher Karten, Lesezeichen und Herzen gebastelt. Die geleistete Arbeit dann stehen zu sehen macht mich stolz und froh, etwas für die Bibliothek geleistet zu haben.

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Mit den Arbeitszeiten komme ich gut klar und die Kollegen behandeln mich respektvoll und lieb.

Trotz dessen, dass die Bibliothek als so selig und ruhig dasteht, gibt es auch dunkle Seiten der Macht: laute Gäste und Unordnung gehören zu Störungen des Lebens der Inneneinrichtung.

Doch auch diese werden mit Bravour gemeistert!

Weitere Aufgaben eines typischen Arbeitstages als Praktikantin bestehen darin, die zurückgegebenen Medien wieder an ihren Platz zu räumen. Alte Zeitschriften werden aussortiert, DVDs schöner eingebunden, Plakate in andere Gebäude gebracht und ausgehängt – die tolle Aktionen und Veranstaltungen der Bibliothek müssen schließlich überall bekannt gegeben werden.

Ebenso habe ich bereits DVDs und CDs mit Nummern versehen und zur fertigen Präsentation vorbereitet.

An zwei Tagen der Woche waren Grundschulklassen aus verschiedenen Schulen bei uns. Ihnen wurde vorgelesen und die Kinderabteilung der Bibliothek gezeigt, mit den Medien die für ihr Alter bestimmt sind.

Es war sehr schön die funkelnden Augen der Kinder zu sehen wenn diese durch die Bücherreihen stöberten.

Die Aufgaben sind keinesfalls eintönig und machen sehr viel Spaß! Man hat immer was zu tun und wird unterstützt wo es nur geht.

Meine selbstständig einlegbare Pause von einer halben Stunde kann ich entweder in der Stadt oder in dem Pausenraum für Mitarbeiter der Bibliothek verbringen.

Für einen Entspannungstee oder Kaffee ist ebenfalls immer gesorgt! 😉

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Wenn ich schon mal dabei bin kann ich euch Gleich noch meinen Lese-Tipp mit auf dem Weg geben!

„No 17 – Ich warte auf euch“ verfasst von Laurie Faria Stolarz, ist einer der spannendsten Jugendromane, die ich jemals in der Hand hatte. Er steht in der Kategorie Thriller und fesselt einen vom Anfang bis zum Schluss.

Mehrmals schon habe ich die Geschichte der fünf Jugendlichen die eine Dokumentation in einer alten Psychiatrie drehen wollen, gelesen und kann diese nur empfehlen.

Wer auf Gruseliges und Spannendes steht, darf sich dieses Buch auf keinen Fall entgehen lassen!

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