Lesungen im Juni

Gleich zwei „richtige“ Lesungen bot die Bibliothek im Juni an. Bei der ersten las Arzu Gürz-Abay für Gruppen aus dem AWO Kindergarten Kredenbach und dem Kindergarten Hessengarten. Das Besondere: Sie las zweisprachig deutsch-türkisch aus ihrem Buch „Das Muttertagsgeschenk“. Was tun, wenn man kein Geschenk für Mama hat, weil einfach alles schief geht…. Die kleinen Zuhörerinnen und Zuhörer konnten im Rahmen dieser frühkindlichen Autorenbegegnung mitfiebern, wie die Geschichte schließlich doch noch ein gutes Ende nahm.

Die Autorin hatte eine sehr freundliche und anregende Art, mit den Kindern umzugehen. Mit ruhiger Stimme las sie ihre Texte und die Kinder lauschten aufmerksam. Die auf türkisch gelesenen Textteile perlten sanft von ihren Lippen. Die Kinder nahmen wahr, dass der Text auch in einer für die meisten fremden Sprache funktioniert und wunderbar klingt.20170630_111530

Am Ende malten die Kinder dann noch fleißig Ausmalbilder aus und konnten zu Hause viel von einer echten Autorin erzählen. Unterstützt und gefördert wurde die Lesung vom Friedrich-Boedecker-Kreis NRW.

 

Eine knappe Woche später durfte sich die Bibliothek über prominenten Besuch von Tom Lehel freuen. Lustig sitzende Brille und wild hochgekämmte Haare, das sind seine Markenzeichen. Der Entertainer und Kinder-Star brachte mit einer bunten Mischung aus Vorlesen, Singen und Tanzen Erstklässler der Friedrich-von-Bodelschwingh-Grundschule Buschhütten und der Gemeinschaftsgrundschule Fellinghausen zum gespannten Zuhören und (inklusive Lehrpersonal!) entspannten Tanzen.

Tom Lehel stellte sein Buch „Land der Träume“ vor Dabei las der Entertainer nicht nur, sondern sang für die Kinder auch aus dem gleichnamigen Hörspiel. Nebenbei erfuhren diese auch noch viel über den Weg von einer Idee bis hin zu einem Musical oder gar einem Kinofilm. Bei der multimedialen Show durften einige Mitmach-Songs aus „Tanzalarm“ als Abschluss nicht fehlen.blog

Nassgeschwitzt aber glücklich verließen alle Beteiligten den Raum.

 

Escape the Library [Nacht der Bibliotheken]

„[lachend] Also das war jetzt voll gemein!“ Katharina, Gruppe 3

„Große Klasse, das hat echt Spaß gemacht. Ich hoffe Sie machen es nochmal!“ Katharina, Gruppe 1

Escape Games (manchmal auch Escape the Room Games) gehören zu dem Computerspiel-Genre „Adventure“. Anfänglich überwiegend als Browser-Game bekannt, versteht man darunter zur Zeit überwiegend Live Escape Games, bei denen eine Gruppe von Menschen in einen Raum gesperrt wird und diesen innerhalb einer bestimmten Zeit wieder verlassen muss. Eine andere Möglichkeit ist, dass eine Hauptaufgabe mithilfe von vielen Rätseln gelöst werden muss.

Zum Anlass der Nacht der Bibliotheken am 10.03.2017 beschloss die Stadtbibliothek, eine Live Escape Veranstaltung anzubieten. Da es nicht möglich ist, die Bibliothek so abzuschließen, dass man von innen nicht wieder hinaus kommt, entschieden wir uns schnell für die letztere Variante.

Ursprünglich auf zwei Durchläufe mit jeweils sechs Personen festgelegt, wurde schnell klar, dass das Interesse zu groß war, sodass ein weiterer Durchlauf mit sieben Personen hinzugefügt wurde. Schlussendlich fanden sich unter den Teilnehmern Menschen unterschiedlichen Alters, die sich manchmal kannten (oder auch nicht) und die sich gemeinsam der Herausforderung stellten.17237147_10208735284204755_580524126_o

Die Teilnehmer machten sich auf die Suche nach dem einen Schlüssel, der sie aus der Bibliothek hinaus führen sollte. Mit dabei: Rätsel, Suchspiele und ein Quiz, die nicht nur die Aufmerksamkeit der Teilnehmer, sondern auch ihr Wissen über die Bibliothek und die Einrichtungen forderten, die ebenfalls mit im Gebäude sind.

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Die Teilnehmer beantworten Quizzfragen, die mithilfe der App Biparcours dargestellt werden

Durch die unterschiedlichen Gruppenkonstellationen ergaben sich dabei verschiedene Stärken. Eine Gruppe konnte die erste Station aufgrund ihres Bibliothekswissens komplett außen vor lassen, brauchte dafür aber verhältnismäßig lange bei der vorletzten Station.

Schlussendlich konnten sich aber alle Gruppen aus der Bibliothek „befreien“ und gingen zufrieden und um ein paar Schokoriegel und Gummibärchen reicher nach Hause.17200468_1278343388888060_2087186967_o

Aufgrund des großen Interesses werden wir die Veranstaltung bestimmt nochmal anbieten; sehr zur Freude aller Interessierten, die am 10.03. keinen Platz mehr bekommen haben.

Escape the Library – Finde den richtigen Weg aus der Bibliothek

Am 10.03.2017 um 17:30 Uhr, 18:15 Uhr und 19 Uhr

Die Veranstaltung war kostenlos

Vorleseaktion am Dienstag, 31. Januar mit vielen Kindern ab 3

„Vom kleinenvom-kleinen-maulwurfbild Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat.“

 

 

Die Geschichte:hundehaufchen

Ach je, der kleine Maulwurf weiß nicht, wer ihm auf den Kopf gemacht hat. Er fragt nacheinander die Kuh, das Pferd, die Taube, die Ziege, den Hasen  und das Schwein. Die zeigen ihm auch bereitwillig, wie sie „machen“, jedoch:  es sieht immer anders aus, als das, was der kleine Maulwurf auf dem Kopf hat. Erst die Fliegen können ihm helfenschweinchen, denn sie können am Geschmack erkennen, welcher „Stinker“ auf dem kleinen Maulwurf gelandet ist.

 

 

Der Bilderbuchklassiker hat schon viele Kinder und Erwachsene begeistert, und beweist, dass auch „Bäh“-Themen  lustig sein können.

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Nach der Geschichte eröffneten wir feierlich das neue Häufchen-Museum  der Stadt Kreuztal. Hier kann man nämlich ab sofort verschiedene Häufchen-Arten besichtigen, ein Bild des entsprechenden Tieres steht dabei. Aber ach – alle Häufchen waren durcheinander geraten! Ein riesiger Fladen lag vor dem Bild der Taube, kleine Köttelchen vor dem Bimaulhaufen

ld des Schweines und  ein wunderbar hochgeschraubter Hundehaufen gehörte nun zum Bild der Kuh. Aaaber die Kinder hatten natürlich aufgepasst und blitzschnell konnten die Hinterlassenschaften den richtigen Tieren zugeordnet werden.

Zum Abschluss durften alle Kinder mit Knete Tier-Häufchen fomuseum-mit-kindrmen und im Museum ausstellen. Und wer weiß, vielleicht gibt es demnächst eine Sonderausstellung zum Thema!

Mit Berte Bratt durchs Leben … oder so.

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Vor einiger Zeit schenkte uns ein Leser alte Schätzchen, darunter einige Berte-Bratt-Bücher. Für unseren Bestand viel zu altmodisch und gar nicht mehr aktuell. Also eigentlich für „die Tonne“.

Aaaaber für die Damen der 60er-Jahre Generation ein Grund zum Jubeln. „Oh, weißt du noch? Welches war dein Lieblingsbuch damals?“ „Bleib bei uns Beate“ „Das Leben wird schöner Anne“ „Meine Tochter Liz“ „ Nein, das war: „Meine Träume ziehen nach Süden“ mit den Zwillingen Sonja und Senta Rywig!“

Und dann – kommt man ins Grübeln.

Was haben diese Bücher uns eigentlich gezeigt? Vordergründig ging es um junge moderne Mädchen, denen die Welt offen stand. Mit Fleiß, Köpfchen und viel Herz wurde das angestrebte Ziel (das Abitur, ein Medizinstudium, Berufstätigkeit als Übersetzerin) anvisiert.

Und dann – kam ein Mann.

Zuerst der Falsche. Man hat das schnell gemerkt, war dieser Mann offensichtlich egoistisch, nicht kinderlieb, strebte auf unangenehme Weise nach Geld und Erfolg im Beruf.

Und dann – kam der Richtige

Der war alles, was der „Falsche“ nicht war:  Hatte ein Herz aus Gold, Achtung vor den Frauen, Humor, war kinderlieb, hatte einen „guten“ Beruf (Lehrer/Arzt/Wissenschaftler), mit dem er eine Familie ernähren konnte, war bescheiden, strebsam und fleißig.

Und dann – gab es Verwicklungen.

Die junge Frau verliebt sich in den „Falschen“ und lässt sich von Oberflächlichkeiten wie Geld und Autos blenden. Um dann nach einigem Hin und Her zu erkennen, dass der „Richtige“, der selbstverständlich im Stillen und aller Bescheidenheit auf seine Chance bei ihr gewartet hat, schon lange einen Platz in ihrem Leben hat. Sie hat es nur noch nicht erkannt.

Und dann – ändert sie ihr Leben…

…und passt sich dem Leben des Mannes an. Berufstätigkeit rückt  zugunsten von Familie und Kindern erst mal in den Hintergrund, bzw. fällt ganz weg.

In den Geschichten erscheint dieser Weg als der einzig Richtige.

So vieles gäbe es an dieser Literatur zu kritisieren. Und man liest die Bücher heute mit einer gewissen Belustigung und dem Abstand von über 35 Jahren. Als damalige „Power-Leserin“ jener Literatur macht man sich doch so seine Gedanken, ob der Einfluss von Berte Bratt nicht doch zu groß war… 😉

Was meinen Sie?

Gamescom 2016

Die Gamescom ist nun etwas mehr als zwei Wochen her und alle Eindrücke, die unsere anwesenden Mitarbeiter der Bibliothek dort gewinnen konnten, konnten nun verarbeitet werden.

Vorab ein paar Zahlen: Die Gamescom hatte dieses Jahr 877 Aussteller aus 54 Ländern (knapp 10 % mehr als im Vorjahr), auf rund 193.000 m² Ausstellungsfläche. Trotz Aufwendiger Sicherheits- und Präventionsmaßnahmen kamen knapp 350.000 Besucher aus über 90 Ländern zur Gamescom, zehn Prozent davon Fachbesucher.

Als Bibliothek war es uns möglich zusätzlich zur Gamescom auch den Congress zu besuchen, auf dem Jahr für Jahr verschiedene Vorträge zu relevanten Themen gehalten werden. Dieses Jahr wurde dabei in fünf Dachthemen unterteilt:

  • Wissen: Besser Forschen, besser schützen
  • Business: Alltag gestalten, Chancen ergreifen
  • Apits: Das Computerspiel als Multifunktionstool
  • VGBA Summit: Legal A plea on behalf of fun
  • Leben: Endlich angekommen? Games und die Mitte der Gesellschaft.

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Auch wenn auf der Gamescom selbst Augmented Reality in Vordergrund stand, gab es vor allem ein Thema das überall auf dem Congress präsent war: Pokémon GO. Spätestens ab dem zweiten Vortrag war klar: Pokémon GO zu erwähnen gehörte auf dem Congress zum guten Ton; und man hat dabei sogar noch etwas gelernt.

  • Es gibt 7,1 Millionen Pokémon GO Spieler in Deutschland
  • 60% dieser Spieler sind über 18
  • Pokémon GO erlaubt es den Jugendlichen sowohl Mobil als auch Online zu sein, was als positiv betrachtet werden kann

Das 60% aller Pokémon GO Spieler über 18 sind mag hier seltsam erscheinen, man muss sich allerdings im Klaren sein, dass die ersten Pokémon Editionen in den 90ern veröffentlicht wurden, und von Kindern und Jugendlichen damals gespielt wurden, die heutzutage dann natürlich erwachsen und immer noch an der Thematik interessiert sind. Wie ausgeprägt das dann natürlich ist, muss jede Person für sich selbst rausfinden.

Weiterlesen

Vorlesen und Leseförderung mit Onilo®

Erfreulicherweise verfügen wir seit dem Umzug über einen 66“ großen Bildschirm. Dazu haben wir mit Mitteln des Landes NRW eine Onilo-Lizenz gekauft. Damit stehen uns sogenannte „Board-Stories“ zur Verfügung. Das sind animierte Bilderbücher. Man kann sie mit oder ohne Text ablaufen lassen. Da sieht man z.B., wie Dietls Olchis Matschknödel werfen, wie die Lieve Baetens kleine Hexe auf ihrem Teppich fliegt und viele Einzelheiten mehr.

Diese Art der Präsentation bietet sich an, wenn man einer Gruppe von Kindern ein Bilderbuch vorlesen möchte. Durch den großen Bildschirm können alle gut sehen. Es empfiehlt sich, bei Vorschulkindern den Text auszublenden und die Bilder manuell zu steuern, dann kann man zwischendurch viele Fragen stellen und sich auf das Tempo der Kinder einlassen.

Es gibt auch interaktive Funktionen, Sie können z.B. Aufgaben einfügen. Auf diese Weise betreiben Sie gezielt Leseförderung für Grundschulkinder. Viele Bücher liegen auch in englisch vor. Einzelne, wie das Buch von Kirsten Boie „Bestimmt wird alles gut“ auch auf arabisch. Einige Titel gibt es auch in türkischer Sprache.

Wir können auch „Leseagebücher“ zur Verfügung stellen. Alternativ kann man sie auf dem Portal auch herunterladen.

In unserem Online-Katalog finden Sie unter dem Stichwort „Onilo“ die Titel, die bei uns als Buch verfügbar und gleichzeitig im Onilo Pool vorhanden sind.

 

Neugierig geworden?

Gerne präsentieren wir Eltern, ErzieherInnen und LehrerInnen die vielfältigen Möglichkeiten bei einer kleinen Präsentation. Sprechen Sie uns an!

Lesewettbewerb in der Sankt Martin Grundschule Kreuztal

Es ist tatsächlich schon wieder zwei Wochen her, da waren wir zum Vorlesewettbewerb in der Sankt Martin Grundschule eingeladen. Eine ganze Woche lang beschäftigt sich dort die ganze Schule mit dem Thema Lesen und der Vorlesewettbewerb ist ein Teil davon.vorlesewettbewerb

In der Jury zu sitzen hat wieder viel Spaß gemacht: Wegen der netten anderen Jurymitglieder, wegen der tollen Bewirtung aber vor allem wegen der Kinder von Klasse 1 bis 4, die zum Teil sehr aufgeregt, zum Teil aber auch recht selbstbewusst jeweils einen Pflicht- und einen Wunschtext präsentierten.

Und eines wurde wieder klar: Lesen ist nicht leicht! Aber Übung hilft. Aber bei Wörtern wie „italienisch“ hatten alle! Zweitklässler ihre Probleme, wollten sie doch immer – regelkonform „italiiiiiienisch“ lesen. Und „Herr Edgar“ aus dem Pflichttext „Herr Bello und das blaue Wunder“ wollte manchem Kind auch gar nicht leicht über die Lippen gehen.

Schön auch zu erkennen, dass die Wunschtexte der Kinder meist auch bei uns in der Bibliothek zu finden sind: Also Kinder, wenn auch ihr „Ronja Räubertochter“, „Räuber Hotzenplotz“, die „Olchis“ oder auch „Rocco Randale“ lesen wollt, kommt zu uns.

Und liebe Eltern: Bitte lesen Sie weiter vor, auch wenn die Kinder schon selbst lesen lernen oder lesen können.