Ein Nachmittag zwischen Matsch, Müll und Modder

Olchikinder

So schön ist es bei den Olchis!

Kinder lieben die Ochis – die sind zu Hause zwischen Schlamm und Müll, sie zerbeißen Dosen mit ihren starken Zähnen und lieben Matschknödel in der Suppe. Was liegt also näher, als einen Nachmittag mal mit den Olchis zu verbringen?

 

Am Dienstag, 27.2.2018, um 15.30 Uhr,  trafen sich 19 kleine  Olchi-Fans (und einige große Olchi-Begleitpersonen)20180227_165933 bei Frau Stöcker und Praktikant Tim im Veranstaltungsraum der Bibliothek.

Na klar, wer die Olchis sind, wo sie wohnen (in Schmuddelfink auf der Müllkippe) und was sie gerne essen, das wussten die kleinen Experten selbstverständlich. Wie alt die Olchis werden? Na ja, das ist sehr unterschiedlich: Das Baby ist erst 45 Jahre alt, dafür hat der Olchi-Opa bereits 985 Jahre auf dem Buckel…

 

„Die Olchi-Mama backt einen Kuchen“, so heißt ein neues Buch aus dem Olchi-Universum. Frau Stöcker las es den Kindern vor, und natürlich … ma20180227_165929n könnte das, was im Buch steht, ja einfach mal umsetzen –  Gesagt, Getan: Und schon zauberten die kleinen Olchi-Fans aus Blätterteig und einer Fuß- und einer Fledermausform appetitliche kleine Käse- oder Zucker-Häppchen. Zum Glück fehlten die Fischgräten und Schraubenmuttern, die im Originalrezept aufgeführt werden.

Während der Backzeit vergnügten sich die Bibliotheks-Olchi-Kinder mit dem Erschnuppern von Gerüchen. Dabei verzogen alle die Nase, wenn das Döschen mit der „stinkigsten, ekligsten aller Käsesorten“, die man finden kann, geöffnet wurde. Der Geruch nach Zitrone und Vanille wurde allgemein als „das riecht nach Kuchen!!“ bezeichnet. Ja, ja nach solch einer „Stinkkäseexplosion“ konnten die Kindernäschen nicht mehr viele andere Gerüche erraten. Echt olchig halt.

 

Dagegen schmeckten die Käsefüße aus dem Backofen überraschend lecker, und auch Fledermäuse aus Blätterteig sind gar nicht sooo eklig.

Damit all die Köstlichkeiten besser rutschten, fehlte noch das passende Getränk: grüne Schlammbrühe mit br

aunen Matschknödeln! Mmmmh, lecker!!  In wenigen Minuten war die köstliche Olchibowle geleert und Frau Stöcker konnte nur hoffen, dass die Kinder einen abgehärteten Magen haben, der ein Zuviel an grünem TriTop und braunem Eiswürfel-Eistee aushält. Und auch die köstlichen Olchi-Muffins mit grünem (Zuckerguss-) Schimmelbelag waren in kürzester Zeit verschlungen.

Natürlich haben die Olchis auch ein Haustier: Der Drache Feuerstuhl gehört zum Olchi-Haushalt genauso wie die Fledermaus Flutschi. Und ebendiese wurde aus schwarzem Tonkarton und Plastikaugen zum Finger-Flutschi gestaltet. In der nachfolgenden Bilderbuchkino-Geschichte „Ein Drachenfest für Feuerstuhl“ spielte Flutschi nämlich eine wichtige Rolle.

Zum Abschluss durften die Kinder ein Geschenk aus dem Überraschungssäckchen ziehen. Ein olchiger Nachmittag ging zu Ende – es war wie ein großer, ein sehr großer Kindergeburtstag.

Und es hat viel Spaß gemacht!

Olchige Grüße aus der Bibliothek!20180227_172952

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Adventskalender Tag 4

Von Frau E. gibt es heute eine Buchempfehlung.

„Fantasy meets Oceans Eleven. Mit interessanter Hintergrundgeschichte und fesselnden Charakteren.“

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Ketterdam – pulsierende Hafenstadt, Handelsmetropole, Tummelplatz zwielichtiger Gestalten: Hier hat sich Kaz Brekker zur gerissenen und skrupellosen rechten Hand eines Bandenchefs hochgearbeitet. Als er eines Tages ein Jobangebot erhält, das ihm unermesslichen Reichtum bescheren würde, weiß Kaz zwei Dinge: Erstens wird dieses Geld den Tod seines Bruders rächen. Zweitens kann er den Job unmöglich allein erledigen …
Mit fünf Gefährten, die höchst unterschiedliche Motive antreiben, macht Kaz sich auf in den Norden, um einen gefährlichen Magier aus dem bestgesicherten Gefängnis der Welt zu befreien. Die sechs Krähen sind professionell, clever, und Kaz fühlt sich jeder Herausforderung gewachsen.

Natürlich auch in der Bibliothek erhältlich

Sie möchten auch mitmachen? Schreiben Sie uns eine Nachricht auf Facebook, eine email (bibliothek@kreuztal-kultur.de) oder kommen Sie in der Bibliothek vorbei.

Spannende Vorleseaktionen in der Stadtbibliothek Kreuztal

Der bundesweite Vorlesetag, eine Initiative der ZEIT, Stiftung Lesen und der Deutsche Bahn Stiftung am 17.11.2017, wurde diesmal in der Kreuztaler Stadtbibliothek regelrecht „gefeiert“.

IMG_20171115_094521Rund um diesen Termin gab es insgesamt zehn Vorlese-Veranstaltungen für die Grundschulen Dreslers Park und Fellinghausen. Das waren zusammen ca. 250 Kinder, die begeistert zuhörten und mitmachten. Lese- und Literaturpädagogin Dorothee Stöcker-Michael erweckte die Bilderbuchfiguren zum Leben. Konzentriert zuhörende und mitfiebernde Kinder lauschten den Geschichten rund um Schafe, Wölfe, Drachen und Bücherbären.

Das Lieblings9AIQJ84Kbuch dieses Jahr ist eigentlich schon etwas älter: Das moderne Märchen von Anke Faust und Maritgen Matter „Ein Schaf fürs Leben“ stammt aus dem Jahre 2003. Die spannende Geschichte vom kleinen, dummen Schaf, das zusammen mit dem Wolf Schlitten fährt und ihn am Ende vor dem Erfrierungstod rettet ist wunderschön erzählt und bebildert.

Inzwischen also ein echter Klassiker!

Ordentlich angekurbelt wurde die Fantasie der Kinder auch bei Cornelia Funkes „Mondscheindracheth“.

Ist es wirklich so, dass die Figuren aus aufgeklappten Büchern nachts bei Mondschein lebendig werden? Sicher sein kann man sich da nicht, das glaubten die Kinder der beiden Grundschulen, die dieser Geschichte lauschten. Vorsichtshalber einigte man sich darauf, ab jetzt nachts alle Bücher über Tiger, Dinos und gefährliche Zauberer immer ordentlich zuzuklappen. Schließlich weiß man ja nie…

Die Vorlesetage 2017 in der Kreuztaler Bibliothek, eine rundherum gelungene Aktion!

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250 Kindern hat Dorothee Stöcker-Michael beim Vorlesetag vorgelesen

Mit Berte Bratt durchs Leben … oder so.

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Vor einiger Zeit schenkte uns ein Leser alte Schätzchen, darunter einige Berte-Bratt-Bücher. Für unseren Bestand viel zu altmodisch und gar nicht mehr aktuell. Also eigentlich für „die Tonne“.

Aaaaber für die Damen der 60er-Jahre Generation ein Grund zum Jubeln. „Oh, weißt du noch? Welches war dein Lieblingsbuch damals?“ „Bleib bei uns Beate“ „Das Leben wird schöner Anne“ „Meine Tochter Liz“ „ Nein, das war: „Meine Träume ziehen nach Süden“ mit den Zwillingen Sonja und Senta Rywig!“

Und dann – kommt man ins Grübeln.

Was haben diese Bücher uns eigentlich gezeigt? Vordergründig ging es um junge moderne Mädchen, denen die Welt offen stand. Mit Fleiß, Köpfchen und viel Herz wurde das angestrebte Ziel (das Abitur, ein Medizinstudium, Berufstätigkeit als Übersetzerin) anvisiert.

Und dann – kam ein Mann.

Zuerst der Falsche. Man hat das schnell gemerkt, war dieser Mann offensichtlich egoistisch, nicht kinderlieb, strebte auf unangenehme Weise nach Geld und Erfolg im Beruf.

Und dann – kam der Richtige

Der war alles, was der „Falsche“ nicht war:  Hatte ein Herz aus Gold, Achtung vor den Frauen, Humor, war kinderlieb, hatte einen „guten“ Beruf (Lehrer/Arzt/Wissenschaftler), mit dem er eine Familie ernähren konnte, war bescheiden, strebsam und fleißig.

Und dann – gab es Verwicklungen.

Die junge Frau verliebt sich in den „Falschen“ und lässt sich von Oberflächlichkeiten wie Geld und Autos blenden. Um dann nach einigem Hin und Her zu erkennen, dass der „Richtige“, der selbstverständlich im Stillen und aller Bescheidenheit auf seine Chance bei ihr gewartet hat, schon lange einen Platz in ihrem Leben hat. Sie hat es nur noch nicht erkannt.

Und dann – ändert sie ihr Leben…

…und passt sich dem Leben des Mannes an. Berufstätigkeit rückt  zugunsten von Familie und Kindern erst mal in den Hintergrund, bzw. fällt ganz weg.

In den Geschichten erscheint dieser Weg als der einzig Richtige.

So vieles gäbe es an dieser Literatur zu kritisieren. Und man liest die Bücher heute mit einer gewissen Belustigung und dem Abstand von über 35 Jahren. Als damalige „Power-Leserin“ jener Literatur macht man sich doch so seine Gedanken, ob der Einfluss von Berte Bratt nicht doch zu groß war… 😉

Was meinen Sie?

Lies mal anders: Graphic novel

mlkingethnologinWas sind Graphic novels?

Der Begriff „ graphic novel „ ist nicht hundertprozentig definiert. Übersetzt man den Begriff wortgetreu, so heißt es „grafischer“ oder „Bild-Roman“.

In der graphic novel wird im Unterschied zum Comic eine Geschichte mit Bildern und Texten in epischer Länge und Spannungsaufbau, ähnlich dem eines Romanes, erzählt. Dabei werden gerne geschichtliche oder gesellschaftspolitische Themen aufgegriffen.  Die meisten graphic novel sind daher eher für junge Erwachsene bzw. Erwachsene gedacht.

In der Kreuztaler Stadtbibliothek finden Sie ca. 50 Titel verschiedener graphic novel-Bücher.

Dabei können grob folgende Themenkreise unterschieden werden:

 

Aktuelle Themen:

Beispiel: arabischer-fruhling

„Der Arabische Frühling“ – Diese anspruchsvolle politische Graphic Novel bietet einen Überblick über die Geschehnisse des arabischen Frühlings seit Dezember 2010. Kapitelweise werden die Umbruchssituationen der verschiedenen arabischen Länder mit ihren jeweiligen Hauptakteuren geschildert.

 

Oder:olympia

„Der Traum von Olympia“ –  Die somalische Sprinterin Samia Yusuf Omar will an Olympia in London teilnehmen, aber die muslimischen Fundamentalisten verbieten ihr das Training. Sie will von Somalia via Sudan und Libyen nach Italien fliehen, überlebt jedoch die Bootsfahrt nach Sizilien nicht. Eine wahre und sehr traurige Geschichte.

 

Weiterlesen

Gaming Literatur

Tolle Neuigkeiten für alle lesefreudigen Gamer oder die, die es werden wollen. Wir haben einen großen Schwung Gaming-Literatur in unserem Bestand erhalten.

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(Nicht wundern; ein Großteil ist natürlich schon längst entliehen und nicht auf dem Möbelstück zu sehen ;))

 

Was ist Gaming-Literatur?

Wir verstehen unter dem Begriff Bücher, Comics, Kunstbände, Zeitschriften, Flyer und Infoblätter, die im weitesten Sinne Gaming thematisieren. Und da wir einen tollen Gaming-Raum haben, finden sich bis auf Weiteres alle diese Medien im Spieleraum (Galerie, oberhalb der Infotheke).

 

Was haben wir bis dato im Bestand?

  • Die Zeitschrift GamePro
  • Comics zu: Angry Birds, Rabbids, Zelda usw.
  • Minecraft Abenteuerbücher
  • Sach- und Fachbücher z.B. zum Thema Studium, Gamification usw.
  • Elternratgeber und Infos zur USK
  • und weitere

Wie finde ich die Sachen online im Katalog?

In unserem OPAC (Katalog) „Profisuche“ wählen. Jetzt reicht es schon, wenn im Feld „Interessenkreis“ das Wort gaming eintragen wird. Bestätigt wird mit Enter oder ein Klick auf „Suchen“ und es folgt eine Auflistung aller Medien mit Bezug zum Thema.

Musik-Kabarett mit Andreas Hauffe

Im Rahmen der Bildungspartnerschaft zwischen Stadtbibliothek und Ernst-Moritz-Arndt Realschule war Andreas Hauffe bei uns zu Gast.

Der sympathische Liedermacher versprach direkt nach dem ersten morbiden Lied, auf dem er sich mit Gitarre begleitete: „Hier wird manches geschmacklos, aber lustig“. Und so kam es auch: Hauffe erzählte Limericks, also absurde Fünfzeiler, in denen eine Stadt vorkommt. Vielleicht nimmt er demnächst auch Kreuztal in seine Sammlung mit auf, denn das Publikum verfolgte gebannt seine Tipps und Tricks, lästige Ehefrauen los zu werden: „Ich mach dich kalt, Liebling, du wirst nicht alt, Liebling“. Auch seine Kritik am Fernsehprogramm: „Ist Ihnen schon aufgefallen, dass das Programm parallel zu den neuen Bildschirmen immer schmaler wird?“ sorgte für Erheiterung.
Der Buchhändler beherrschte aber auch den Blues: Der Tod „als stärkste Form der Dienstunfähigkeit“ und seine Bedeutung im Leben der Menschen spielte eine große Rolle in Texten und Liedern.
Passend zur Großbrauerei in Kreuztal sprach er sich dafür aus, das Reinheitsgebot nicht nur für Bier, sondern hie und da auch für die Sprache gelten zu lassen: „Wenn das Team beim Meeting gebrieft wird, wie es etwas downloaded „, dann sei das etwas zu viel des Guten.
Hinreißend komisch war sein Lied von der platonischen Liebe zu seiner mittlerweile inkontinenten Spülmaschine, ebenso wie sein Abschiedslied mit der Zeile „Im Mondenschein grab‘ ich dich ein“.

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Jungenliteratur findet auch das Interesse von Mädchen

Am nächsten Morgen las der Remagener den Klassen 7 der Realschule Kreuztal aus seinem Buch „Der Tag an dem das Glück im Papierkorb lag“ vor. Zwei Lesungen, für die jeweils eine Doppelstunde vorgesehen war, folgten aufeinander. Der Buchsalonbesitzer gehört zu den Autoren, die Schüler auch durch ihre Stimme packen können. Seinem Vortrag folgten konzentrierte Schülerinnen und Schüler und ließen sich von der Hauptfigur Simon begeistern. Simon erhält im Schultheater die Hauptrolle, aber er trifft in dieser für ihn wichtigen Entscheidungsphase seines Lebens in einer Eisdiele auch seine „Traumfrau“.

Obwohl das Buch als Zielgruppe lesende Jungen hat, waren auch die anwesenden Schülerinnen sehr an der Vorlesung des Autors interessiert. Im Anschluss an die längere Lesung konnten noch Fragen an Andreas Hauffe gestellt werden, die er gerne beantwortete.
Offensichtlich fand er Gefallen an der Fragehaltung der Kreuztaler Jugendlichen und meinte, ein solches intensives Nachfragen kenne er nicht von jeder Lesung.

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