Musik-Kabarett mit Andreas Hauffe


Im Rahmen der Bildungspartnerschaft zwischen Stadtbibliothek und Ernst-Moritz-Arndt Realschule war Andreas Hauffe bei uns zu Gast.

Der sympathische Liedermacher versprach direkt nach dem ersten morbiden Lied, auf dem er sich mit Gitarre begleitete: „Hier wird manches geschmacklos, aber lustig“. Und so kam es auch: Hauffe erzählte Limericks, also absurde Fünfzeiler, in denen eine Stadt vorkommt. Vielleicht nimmt er demnächst auch Kreuztal in seine Sammlung mit auf, denn das Publikum verfolgte gebannt seine Tipps und Tricks, lästige Ehefrauen los zu werden: „Ich mach dich kalt, Liebling, du wirst nicht alt, Liebling“. Auch seine Kritik am Fernsehprogramm: „Ist Ihnen schon aufgefallen, dass das Programm parallel zu den neuen Bildschirmen immer schmaler wird?“ sorgte für Erheiterung.
Der Buchhändler beherrschte aber auch den Blues: Der Tod „als stärkste Form der Dienstunfähigkeit“ und seine Bedeutung im Leben der Menschen spielte eine große Rolle in Texten und Liedern.
Passend zur Großbrauerei in Kreuztal sprach er sich dafür aus, das Reinheitsgebot nicht nur für Bier, sondern hie und da auch für die Sprache gelten zu lassen: „Wenn das Team beim Meeting gebrieft wird, wie es etwas downloaded „, dann sei das etwas zu viel des Guten.
Hinreißend komisch war sein Lied von der platonischen Liebe zu seiner mittlerweile inkontinenten Spülmaschine, ebenso wie sein Abschiedslied mit der Zeile „Im Mondenschein grab‘ ich dich ein“.

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Jungenliteratur findet auch das Interesse von Mädchen

Am nächsten Morgen las der Remagener den Klassen 7 der Realschule Kreuztal aus seinem Buch „Der Tag an dem das Glück im Papierkorb lag“ vor. Zwei Lesungen, für die jeweils eine Doppelstunde vorgesehen war, folgten aufeinander. Der Buchsalonbesitzer gehört zu den Autoren, die Schüler auch durch ihre Stimme packen können. Seinem Vortrag folgten konzentrierte Schülerinnen und Schüler und ließen sich von der Hauptfigur Simon begeistern. Simon erhält im Schultheater die Hauptrolle, aber er trifft in dieser für ihn wichtigen Entscheidungsphase seines Lebens in einer Eisdiele auch seine „Traumfrau“.

Obwohl das Buch als Zielgruppe lesende Jungen hat, waren auch die anwesenden Schülerinnen sehr an der Vorlesung des Autors interessiert. Im Anschluss an die längere Lesung konnten noch Fragen an Andreas Hauffe gestellt werden, die er gerne beantwortete.
Offensichtlich fand er Gefallen an der Fragehaltung der Kreuztaler Jugendlichen und meinte, ein solches intensives Nachfragen kenne er nicht von jeder Lesung.

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