Das Leben einer Praktikantin in der Stadtbibliothek Kreuztal

31 Jan

Von Sophie T.

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Hinter den Kulissen spielt sich mehr ab als nur die Ausleihe und Rückgabe von Büchern, CDs, DVDs und vielem mehr. Um die Gestaltung und das Aufrechterhalten der Bibliothek muss gesorgt sein!

Dazu gehört, Medien an ihren Stammplatz zurückzubringen, sich um sie zu kümmern und sie am Leben zu erhalten. Altes muss raus und Neues muss her, sodass immer genug Futter für die Leser vorhanden ist.

Ebenso müssen je nach bevorstehendem Anlass die Regale passend geschmückt sein.

Der Valentinstag steht vor der Tür. Fleißig habe ich daher Karten, Lesezeichen und Herzen gebastelt. Die geleistete Arbeit dann stehen zu sehen macht mich stolz und froh, etwas für die Bibliothek geleistet zu haben.

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Mit den Arbeitszeiten komme ich gut klar und die Kollegen behandeln mich respektvoll und lieb.

Trotz dessen, dass die Bibliothek als so selig und ruhig dasteht, gibt es auch dunkle Seiten der Macht: laute Gäste und Unordnung gehören zu Störungen des Lebens der Inneneinrichtung.

Doch auch diese werden mit Bravour gemeistert!

Weitere Aufgaben eines typischen Arbeitstages als Praktikantin bestehen darin, die zurückgegebenen Medien wieder an ihren Platz zu räumen. Alte Zeitschriften werden aussortiert, DVDs schöner eingebunden, Plakate in andere Gebäude gebracht und ausgehängt – die tolle Aktionen und Veranstaltungen der Bibliothek müssen schließlich überall bekannt gegeben werden.

Ebenso habe ich bereits DVDs und CDs mit Nummern versehen und zur fertigen Präsentation vorbereitet.

An zwei Tagen der Woche waren Grundschulklassen aus verschiedenen Schulen bei uns. Ihnen wurde vorgelesen und die Kinderabteilung der Bibliothek gezeigt, mit den Medien die für ihr Alter bestimmt sind.

Es war sehr schön die funkelnden Augen der Kinder zu sehen wenn diese durch die Bücherreihen stöberten.

Die Aufgaben sind keinesfalls eintönig und machen sehr viel Spaß! Man hat immer was zu tun und wird unterstützt wo es nur geht.

Meine selbstständig einlegbare Pause von einer halben Stunde kann ich entweder in der Stadt oder in dem Pausenraum für Mitarbeiter der Bibliothek verbringen.

Für einen Entspannungstee oder Kaffee ist ebenfalls immer gesorgt! ;)

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Wenn ich schon mal dabei bin kann ich euch Gleich noch meinen Lese-Tipp mit auf dem Weg geben!

„No 17 – Ich warte auf euch“ verfasst von Laurie Faria Stolarz, ist einer der spannendsten Jugendromane, die ich jemals in der Hand hatte. Er steht in der Kategorie Thriller und fesselt einen vom Anfang bis zum Schluss.

Mehrmals schon habe ich die Geschichte der fünf Jugendlichen die eine Dokumentation in einer alten Psychiatrie drehen wollen, gelesen und kann diese nur empfehlen.

Wer auf Gruseliges und Spannendes steht, darf sich dieses Buch auf keinen Fall entgehen lassen!

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2015 im Rückblick

6 Jan

Die WordPress.com-Statistik-Elfen haben einen Jahresbericht 2015 für dieses Blog erstellt.

Hier ist ein Auszug:

Eine Cable Car in San Francisco fasst 60 Personen. Dieses Blog wurde in 2015 etwa 3.400 mal besucht. Eine Cable Car würde etwa 57 Fahrten benötigen um alle Besucher dieses Blogs zu transportieren.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Adventskalender

1 Dez

Hiermit kündigen wir unseren Adventskalender 2015 an!

Hinter jedem der 24 Türchen verbergen sich Inhalte in Bezug auf Weihnachten, Bibliotheken oder manchmal einem Mix aus Beidem. So viel sei verraten: Die gezeigten Inhalte sind zuweilen festlich und besinnlich, aber gelegentlich auch lustig. Auf jeden Fall ist dieser Adventskalender ein kleines und nettes Gimmick für Sie – unsere lieben Bibliotheksnutzer.

Zu finden ist der Kalender auf unserer Homepage:

http://www.stadtbibliothek-kreuztal.de/advent/

 

Tür 1 beinhaltet ein kleines Spiel. Der Kollege hat schon einen Highscore von 350,4m geschafft. Wer kann’s überbieten?

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Zonta says NO

25 Nov

Am 11.11.2015 waren die Frauen von Zonta Club Siegen Area bei uns zu Gast. Eine außerordentlich nette Gruppe berufstätiger Frauen, die sich im Zonta Club zusammengeschlossen haben, um die Situation von Frauen auf allen Ebenen der Gesellschaft zu verbessern – in der eigenen Region, in Deutschland und weltweit.

Nach einer kleinen Bibliotheksführung wurden Ausschnitte des sehr bewegenden Films “Zeit der Schmetterlinge” gezeigt, der die Verbindung zum heutigen Aktionstag “Zonta says NO” herstellt.

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Er erzählt die Geschichte der drei Schwestern Patria (* 27. Februar 1924), Minerva (* 12. März 1926) und Maria Teresa (* 15. Oktober 1935) Mirabal, die als dominikanische Regimegegnerinnen, am 25. November 1960 Opfer eines Mordanschlags des diktatorischen Regimes von Rafael Trujillo wurden. Die „Hermanas Mirabal“ (Schwestern Mirabal) gelten in der Dominikanischen Republik als Symbol für den Widerstand gegen die Diktatur. (Quelle: Wikipedia).

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Seit dem 25. November 2012 gibt es die Kampagne “Zonta says NO”. Ziel der Kampagne ist es zu zeigen, dass Zonta Nein sagt zu Gewalt gegen Frauen. Außerdem soll auf die vielfältigen Aktivitäten von Zonta zur Bekämpfung und Prävention von Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam gemacht werden.

Wir finden das unterstützenswert und wünschen weiterhin viel Erfolg beim Kampf für die Rechte der Frauen.

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Gaming Literatur

23 Nov

Tolle Neuigkeiten für alle lesefreudigen Gamer oder die, die es werden wollen. Wir haben einen großen Schwung Gaming-Literatur in unserem Bestand erhalten.

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(Nicht wundern; ein Großteil ist natürlich schon längst entliehen und nicht auf dem Möbelstück zu sehen ;))

 

Was ist Gaming-Literatur?

Wir verstehen unter dem Begriff Bücher, Comics, Kunstbände, Zeitschriften, Flyer und Infoblätter, die im weitesten Sinne Gaming thematisieren. Und da wir einen tollen Gaming-Raum haben, finden sich bis auf Weiteres alle diese Medien im Spieleraum (Galerie, oberhalb der Infotheke).

 

Was haben wir bis dato im Bestand?

  • Die Zeitschrift GamePro
  • Comics zu: Angry Birds, Rabbids, Zelda usw.
  • Minecraft Abenteuerbücher
  • Sach- und Fachbücher z.B. zum Thema Studium, Gamification usw.
  • Elternratgeber und Infos zur USK
  • und weitere

Wie finde ich die Sachen online im Katalog?

In unserem OPAC (Katalog) „Profisuche“ wählen. Jetzt reicht es schon, wenn im Feld „Interessenkreis“ das Wort gaming eintragen wird. Bestätigt wird mit Enter oder ein Klick auf „Suchen“ und es folgt eine Auflistung aller Medien mit Bezug zum Thema.

Let’s Play Workshops

19 Nov

Ein Let’s Play (engl. „Lasst uns spielen“, kurz: LP) ist eine vom Spieler oder einer Spielergemeinschaft kommentierte Aufzeichnung eines Computerspiels. Dabei wird die Aufnahme im Anschluss am PC meist noch bearbeitet und auf eine Videoplattform hochgeladen. Diese Art der kreativen Internetnutzung ist weltweit äußerst beliebt und auch die Stadtbibliothek fasst nun Fuß in diese Welt.

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Gaming kann man nicht nur passiv erleben, in dem man einfach ein Spiel vor dem Monitor spielt; Gaming bietet darüber hinaus noch aktive Komponenten: Das Let’s Play ist eine davon. Bei den Workshops können hierbei Interessierte, sowohl langjährige Spielexperten als auch Neulinge, einen Einblick in die Let’s Play Welt erhalten. Spannend dabei ist sowohl das kreative Arbeiten als auch einen Blick hinter die Kulissen der LP-Szene zu werfen und zu schauen wie in etwa auch bekannte YouTuber arbeiten. Gefördert wird das Projekt vom:

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Gemeinsam mit dem Medienpädagogen Heiko Wolf, genannt „Der Medienwolf“, finden am 13.12.2015 zwei Let’s Play Workshops ab 12 Jahren statt. Der erste Termin geht von 11:00 – 14:00 Uhr und der zweite Termin von 15:00 – 18:00 Uhr. Für die Teilnahem ist eine Einverständniserklärung zur Verwendung und Nutzung von Foto-/ Film- und Tonaufnahmen und Veröffentlichung dieser auf der Videoplattform YouTube des Bibliothekskanals. Anmeldungen sowie die Aushändigung der Einverständniserklärung erfolgen in der Stadtbibliothek Kreuztal.

Musik-Kabarett mit Andreas Hauffe

10 Nov

Im Rahmen der Bildungspartnerschaft zwischen Stadtbibliothek und Ernst-Moritz-Arndt Realschule war Andreas Hauffe bei uns zu Gast.

Der sympathische Liedermacher versprach direkt nach dem ersten morbiden Lied, auf dem er sich mit Gitarre begleitete: „Hier wird manches geschmacklos, aber lustig“. Und so kam es auch: Hauffe erzählte Limericks, also absurde Fünfzeiler, in denen eine Stadt vorkommt. Vielleicht nimmt er demnächst auch Kreuztal in seine Sammlung mit auf, denn das Publikum verfolgte gebannt seine Tipps und Tricks, lästige Ehefrauen los zu werden: „Ich mach dich kalt, Liebling, du wirst nicht alt, Liebling“. Auch seine Kritik am Fernsehprogramm: „Ist Ihnen schon aufgefallen, dass das Programm parallel zu den neuen Bildschirmen immer schmaler wird?“ sorgte für Erheiterung.
Der Buchhändler beherrschte aber auch den Blues: Der Tod „als stärkste Form der Dienstunfähigkeit“ und seine Bedeutung im Leben der Menschen spielte eine große Rolle in Texten und Liedern.
Passend zur Großbrauerei in Kreuztal sprach er sich dafür aus, das Reinheitsgebot nicht nur für Bier, sondern hie und da auch für die Sprache gelten zu lassen: „Wenn das Team beim Meeting gebrieft wird, wie es etwas downloaded „, dann sei das etwas zu viel des Guten.
Hinreißend komisch war sein Lied von der platonischen Liebe zu seiner mittlerweile inkontinenten Spülmaschine, ebenso wie sein Abschiedslied mit der Zeile „Im Mondenschein grab‘ ich dich ein“.

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Jungenliteratur findet auch das Interesse von Mädchen

Am nächsten Morgen las der Remagener den Klassen 7 der Realschule Kreuztal aus seinem Buch “Der Tag an dem das Glück im Papierkorb lag” vor. Zwei Lesungen, für die jeweils eine Doppelstunde vorgesehen war, folgten aufeinander. Der Buchsalonbesitzer gehört zu den Autoren, die Schüler auch durch ihre Stimme packen können. Seinem Vortrag folgten konzentrierte Schülerinnen und Schüler und ließen sich von der Hauptfigur Simon begeistern. Simon erhält im Schultheater die Hauptrolle, aber er trifft in dieser für ihn wichtigen Entscheidungsphase seines Lebens in einer Eisdiele auch seine “Traumfrau”.

Obwohl das Buch als Zielgruppe lesende Jungen hat, waren auch die anwesenden Schülerinnen sehr an der Vorlesung des Autors interessiert. Im Anschluss an die längere Lesung konnten noch Fragen an Andreas Hauffe gestellt werden, die er gerne beantwortete.
Offensichtlich fand er Gefallen an der Fragehaltung der Kreuztaler Jugendlichen und meinte, ein solches intensives Nachfragen kenne er nicht von jeder Lesung.

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